Tosende Wassermassen, enge Taleinschnitte, schwindelerregend tiefe Abgründe, das ist die Natur- und Erlebnisklamm in Marktschellenberg

Erlebnisklamm wieder durchgängig begehbar!

Die Almbachklamm in Marktschellenberg-

Tosende Wassermassen, enge Taleinschnitte, schwindelerregend tiefe Abgründe,
das ist die Natur- und Erlebnisklamm in Marktschellenberg-
die Almbachklamm.

Fast zwei Jahre lang wurde kräftig gebohrt, gebaggert und auch gesprengt um die Wege im oberen Teil der Klamm wieder begehbar zu machen.
Jenes Naturdenkmal, welches jedes Jahr tausende Urlauber anzieht, ist seit Anfang Mai wieder geöffnet. Zwei Jahre sind vergangen seit der verheerenden Naturkatastrophe bei der viele der seit 1807 angelegten Stege weggerissen wurden.
Nach dem verheerendem Hochwasser am 2. Juni 2013 wurde die Almbachklamm in vielen Teilen zerstört. Nach Hangrutschungen und Vermurungen durch hochwasserführende Gräben und Bäche kam es bei mehreren Stegen zu Verklausungen. Dadurch wurden viele Brücken stark beschädigt oder komplett zerstört. Die Rutschungen der Hänge in der Klamm entstehen durch das in geringen Maß wasseraufnahmefähigen "Ramsau Dolomit- Gestein". Das Wasser sickert durch die Humus- und Oberbodenschicht auf das feste Gestein und löst so das vorhandene Erdreich ab. Das ist durch die Geologie in der Almbachklamm nahezu durchgehend der Fall. Es wurden Wege verschüttet oder sind abgerutscht. Diese mussten verlegt und teilweise auch mit Betonplatten aufwendig gesichert werden.

Herr Dipl.- Ing. Martin Wagner wurde mit dem Projekt "Wiederaufbau Almbachklamm" vom Markt Marktschellenberg betraut und leitete die Arbeiten von der Schadensbegutachtung bis zur Fertigstellung.
Bis dato wurden 12 Bauwerke wie Brücken und Hangquerungen gebaut, noch erneuert werden 10 Brücken im oberen Bereich der Klamm. Die Arbeiten werden im Herbst wieder fortgesetzt und dann wird der Abschnitt bei Brücke 25, Theresienklause und Dunkelgraben saniert.
Die Wegeverbreiterung Dunkelgraben-Theresienklause wird in den späten Herbstmonaten stattfinden, d.h. es werden weniger Besucher zu erwarten sein und die Begehung der ‚Gerer Seite‘ ist dann bereits wieder möglich. Weitere Arbeiten wie Wegverlegung Talgraben und Wegeinstandsetzung Hammerstilwand werden zeitlich besuchergünstig gelegt.

Die Kosten in Höhe von rund 1,8 Mio. Euro netto für das gesamte Projekt werden zum Großteil von der Regierung von Oberbayern bezuschusst. Ebenso gingen von den heimischen Vereinen, Privatpersonen und auch Gästen viele Spenden ein. So belastet nur die Zwischenfinanzierung vorübergehend das ohnehin angespannte Budget der Marktgemeinde. Die Baumaßnahmen wurden ausschließlich von heimischen Unternehmen durchgeführt und durch die Hilfe vieler freiwilligen Helfer und der Bundeswehr konnten die Arbeiten schnell fertig gestellt werden.

Bericht: Helfried Unterberger / Fotos: Martin Wagner - Aktivnews