Seit dem Frühjahr 2000 präsentiert sich Marktschellenberg als Gesundheitsdorf.  Besonderer Wert wird hierbei auf den liebevollen und sorgfältigen Umgang mit unseren alpinen Naturressourcen und die ...

Die Gesundheitsecke im Marktboten

Seit dem Frühjahr 2000 präsentiert sich Marktschellenberg als Gesundheitsdorf.
Besonderer Wert wird hierbei auf den liebevollen und sorgfältigen Umgang mit unseren alpinen Naturressourcen und die Wertschätzung der Kulturlandschaft gelegt. Denn gerade diese machen in der Region eine ganz besondere Lebensart spürbar.
Hier ist der Mensch im Einklang mit der Natur und stärkt mit ihr Körper, Geist und Seele.


Passend hierzu finden Sie monatlich die Gesundheits-Tipps
von Frau Dr. Caren Lagler, der Leiterin der Marktschellenberger Gesundheitswochen.

Gesundheitstipp im Mai 2018

Schlaf und Schlafstörungen

Warum müssen Menschen schlafen? Diese Frage kann die Wissenschaft bis heute nicht eindeutig beantworten. Klar ist nur: Ohne Schlaf können wir nicht leben. Schlaf und Gedächtnis sind auf unterschiedliche Weise miteinander verbunden. Während wir schlafen, werden in unserem Gehirn Informationen sortiert, ins Langzeitgedächtnis überführt oder gelöscht. Wer dauerhaft schlecht schläft, hat unter anderem eine geringe Leistungsfähigkeit.
Der Schlafbedarf ist individuell unterschiedlich und sehr stark genetisch bedingt. Das gilt sowohl für die Uhrzeit, zu der wir gern schlafen gehen, als auch für die Dauer des Schlafes. Menschen können sich in einem gewissen Maße aber anpassen und zum Beispiel früher, kürzer schlafen, früher aufstehen (wie jetzt neulich bei der Umstellung auf die Sommerzeit…) oder nachts arbeiten. Es ist aber wahrscheinlich nicht gesund, über einen längeren Zeitraum gegen die eigene innere Uhr zu leben. Der Schlaf-Wach-Rhythmus wird über Hormone und sogenannte Transmittersubstanzen im Gehirn gesteuert. Das wichtigste Hormon ist Melatonin, das müde macht und erst bei Dunkelheit ausgeschüttet wird. Deshalb spielen Licht, Dunkelheit aber auch Bewegung im Zusammenhang mit Schlafstörungen eine wichtige Rolle.
Und eigentlich wissen wir ja alle, wie wir einen guten Schlaf unterstützen können: tagsüber möglichst viel Bewegung an der frischen Luft, vor dem Schlafengehen keinen zu spannenden Krimi mehr anschauen oder über dem Computerbildschirm hängen, vielleicht noch eine Tasse Gute-Nacht-Tee trinken usw. usw. …
Nach meiner Erfahrung ist aber die Abendmahlzeit das entscheidende Kriterium, welches unseren Nachtschlaf beeinflusst. Getreu dem Motto „Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König, Abends wie ein Bettelmann“ sollte die Abendmahlzeit wirklich so gering und leicht verdaulich ausfallen, wie nur möglich. Mit „wie nur möglich“ meine ich dabei: man sollte nicht mit knurrendem Magen ins Bett gehen und auch während der Nacht sollte man nicht vor Hunger aufwachen…
Was ist jetzt eine solch leicht verdauliche Abendmahlzeit? – Ideal ist eine Gemüsesuppe. Aber auch eine große Portion weich gedünstetes Gemüse oder ein Ofengemüse sind geeignet. Mit so einer Mahlzeit hat unser Verdauungssystem in der Nacht am wenigsten Stress. Wer etwas Gewicht reduzieren möchte oder nachts stark zum Schwitzen neigt (und sich für diesen Nachtschweiß keine andere erklärbare Ursache finden lässt), der sollte zusätzlich abends eher wenig oder sogar keine Kohlenhydrate zu sich nehmen. Also keine Ofenkartoffeln zum Gemüse oder Nudeln in die Suppe etc.
Misstrauisch? – Na. Ist ja nichts verloren, wenn Sie´s mal für ein oder zwei Wochen ausprobieren. Sie werden sehen, die „Bettelmannsuppe“ hilft oft besser als jede Schlaftablette…

Gute Nacht!
Ihre Dr. Caren Lagler