Seit dem Frühjahr 2000 präsentiert sich Marktschellenberg als Gesundheitsdorf.  Besonderer Wert wird hierbei auf den liebevollen und sorgfältigen Umgang mit unseren alpinen Naturressourcen und die ...

Die Gesundheitsecke im Marktboten

Seit dem Frühjahr 2000 präsentiert sich Marktschellenberg als Gesundheitsdorf.
Besonderer Wert wird hierbei auf den liebevollen und sorgfältigen Umgang mit unseren alpinen Naturressourcen und die Wertschätzung der Kulturlandschaft gelegt. Denn gerade diese machen in der Region eine ganz besondere Lebensart spürbar.
Hier ist der Mensch im Einklang mit der Natur und stärkt mit ihr Körper, Geist und Seele.


Passend hierzu finden Sie monatlich die Gesundheits-Tipps
von Frau Dr. Caren Lagler, der Leiterin der Marktschellenberger Gesundheitswochen.

Gesundheitstipp im Dezember 2017

Liebe Leserinnen und Leser des Marktboten,
die Tage werden kürzer, dicht hängen die Wolken über unseren Köpfen: Es wird mal wieder Zeit, sich über unseren Vitamin D-Stoffwechsel und damit auch über unsere Knochengesundheit Gedanken zu machen.
Jedes Jahr im Herbst erinnert die Weltgesundheitsorganisation WHO an eine Erkrankung, die zu den zehn wichtigsten der Welt zählt – Osteoporose. Das Problem: In der Öffentlichkeit wird sie nicht als Volkskrankheit wahrgenommen. Dies ist jedoch ein gefährlicher Irrtum!
Denn: Osteoporose, im Volksmund als „Knochenschwund“ bekannt, ist die am weitesten verbreitete Knochenerkrankung im Alter!
Die Medizin bezeichnet Osteoporose als einen über das normale Maß hinausgehenden Abbau der Knochenmasse. Die Knochen verlieren an Festigkeit und Stabilität. Die Folge: Schon bei geringer Belastung oder einfachen Stürzen können die Knochen brechen.
Schätzungen gehen davon aus, dass hierzulande jede dritte Frau und jeder fünfte Mann über 50 Jahre einen osteoporotisch bedingten Knochenbruch erleidet. Bis 2050 soll sich die Zahl der Osteoporose-bedingten Knochenbrüche sogar verdoppeln. Aufgrund der hormonellen Umstellungen sind Frauen nach den Wechseljahren besonders gefährdet. Denn in und nach den Wechseljahren produziert der weibliche Körper immer weniger knochenschützendes Östrogen. Osteoporose spüren Sie nicht.
Das Tückische: Die Erkrankung beginnt oft unbemerkt, Knochenschwund entwickelt sich schleichend. Die verminderte Knochendichte verursacht zunächst keine Beschwerden. Doch das Risiko, bei Stürzen schnell einen Knochenbruch zu erleiden, steigt. Typisch sind Knochenbrüche bereits bei geringer Krafteinwirkung, zum Beispiel Brüche der Wirbelkörper, des Ober- und Unterarmes und hüftnahe Knochenbrüche wie des Oberschenkelhalses.
9 Faktoren, die Ihre Knochendichte negativ beeinflussen:
>familiäre Vorbelastung
>graziler Körperbau bzw. Untergewicht
>Bewegungsmangel
>ungesunde Ernährung
>Calcium- und Vitamin D-MangelMedikamente (z. B. Cortison-Therapie, regelmäßige Einnahme von Magensäure-Blockern, sog. „Magenschutztabletten“)
>übermäßiger Genuss von Cola-Getränken, Alkohol und Fast-Food-Produkten
>Rauchen
>Östrogenmangel in den Wechseljahren
Nicht jeder Risikofaktor führt zwangsläufig zu Osteoporose – insbesondere sollten sie vor dem Absetzen eines Medikamentes ihren Hausarzt zu Rate ziehen! Unausgewogene Ernährung und Bewegungsmangel sind die größten Gegner von stabilen Knochen!

Deshalb beugen Sie vor und …
… essen Sie knochenbewusst: Milch und Milchprodukte (Quark/Topfen, Joghurt, Käse) liefern Calcium und wertvolles Eiweiß. Zu den calciumreichen Gemüsesorten gehören Grünkohl, Brokkoli, Fenchel und Lauch.

Vitamin D, das wichtige "Knochenvitamin", ist vor allem in fettem Seefisch wie Makrele, Lachs oder Hering enthalten sowie in geringeren Mengen in Leber, Milch, Käse, Eiern und Pilzen. Übrigens: In den Sommermonaten – bei ausreichender UV-Strahlung – kann Ihr Körper auch selbst Vitamin D über die Haut bilden. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist jedoch eine tägliche Extraportion Vitamin D wichtig.

Phosphat verringert die Calcium-Aufnahme, daher Vorsicht bei Cola-Getränken, Limonaden und Fast-Food-Produkten.… bleiben Sie körperlich aktiv: Sportliche Betätigung fördert den Knochenstoffwechsel. Geeignet sind Aktivitäten, die die Muskelkraft steigern und den Knochen auf natürliche Weise belasten, zum Beispiel Gymnastik, leichtes Krafttraining, Wandern.

Knochen verhalten sich wie Muskeln: Sie bilden sich zurück, wenn sie untrainiert bleiben und bauen sich auf, wenn sie beansprucht werden.Warum Muskeltraining so wichtig ist
Ab dem 25. Lebensjahr nehmen Muskeln an Masse und Kraft ab. Um diesem Abbau entgegenzuwirken, müssen Muskeln regelmäßig trainiert werden. Denn: Ein trainierter Muskel schützt Knochen und Gelenke. Man spricht in diesem Zusammenhang von dem schützenden „Muskelkorsett“.

Das bedeutet: Nix wie raus an die frische Luft. Am besten gleich den knochengesunden Einkauf zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen….

Ihre Dr. Caren Lagler